Anamnese
Krankheitsvorgeschichte eines Patienten (Eigenanamnese), oft ergänzt durch die Krankheitsgeschichte der Blutsverwandten (Familienanamnese) 

Apallisches Syndrom 
Wird auch als Wachkoma bezeichnet. Ausfall der Großhirnfunktion, z.B. ausgelöst durch Unfälle mit Gehirnverletzung oder Sauerstoffmangelzustände. Keine bewusste Wahrnehmung von äußeren Reizen. Unbewusste Reaktionen und Körperfunktionen, die nur vom Stammhirn gesteuert werden, sind erhalten.

Glaukom
grüner Star, Erhöhung des Augeninnendrucks, kann unbehandelt zur Erblindung führen.

Kachexie
Auszehrung des gesamten Körpers mit starker Abmagerung, Apathie, Kräfteverfall und Appetitlosigkeit. Kommt oft vor bei Tumorerkrankungen und schweren Infektionskrankheiten.

Katarakt
grauer Star, Linsentrübung, die häufig bei älteren Menschen vorkommt und unbehandelt zur Erblindung führen kann

Kehlkopfmaske
Beatmungsschlauch aus Silikon, dessen Ende durch eine luftgefüllte Wulst gegen den Kehlkopf abgedichtet wird. Ist relativ einfach anzuwenden. Die Abdichtung  und die Freihaltung der Atemwege sind allerdings nicht so sicher wie beim Tubus.

 

 

 

 

 


Nüchternheit
im Zusammenhang mit der Anästhesie bedeutet Nüchternheit, dass der Patient in den letzten 6 Stunden vor der Anästhesie nicht gegessen, nicht getrunken, nicht geraucht hat.

Parodontose
Degeneration des Zahnhalteapparates, auch als "Zahnfleischschwund " bekannt. Kann unbehandelt zu Zahnlockerung und Zahnverlust führen.

Periduaralkatheter (PDA-Katheter)
dünner Kunststoffschlauch, der in örtlicher Betäubung zwischen zwei Wirbelkörperfortsätzen, meist im Lenden- oder Brustwirbelsäulenbereich,  in der Nähe des Wirbelkanals platziert wird. Über den Katheter können  örtliche Betäubungsmittel gespritzt werden, um eine schmerzfreie Operation zu ermöglichen. Man kann ihn aber auch benutzen, um z.B. stärkste Schmerzen bei Krebserkrankungen mit Morphium und ähnlichen Medikamenten zu bekämpfen. 

Port
unter der Haut, meist unterhalb des Schlüsselbeins eingepflanzte Metall- oder Kunststoffkammer mit Anschluss an eine große Vene zur häufigen oder kontinuierlichen Zufuhr von Medikamenten.

Pulsoximeter
Überwachungsgerät zur Messung des Sauersthoffgehaltes im Blut. Die Messung erfolgt schmerzlos und unblutig über eine Klammer am Finger.

Regionalanästhesie 
örtliche Betäubung einzelner  Körperteile bzw. -regionen (Arm, Hand, Bein, Fuß, Rumpf). Unter diesen Oberbegriff fallen u.a. Plexusanästhesie, Spinalanästhesie, Periduralanästhesie, intravenöse Regionalanästhesie

Replantation
Wiedereinpflanzung eines Körperteils, z.B. eines herausgeschlagenen Zahns, an der ursprünglichen Stelle 

Schutzreflexe
unwillkürliche Reaktionen des Körpers auf manche Gefahren, wie z.B. das Husten, sobald auch nur ein winziger Fremdkörper in die Luftröhre gelangt. Schutzreflexe werden durch die Narkose unterdrückt. darum ist es gefährlich, wenn eine Narkose beim nicht nüchternen Patienten durchgeführt wird. 

Tubus
Kunststoffschlauch, der während der Narkose in der Luftröhre liegt. Dient der Freihaltung der Atemwege und verhindert das Eindringen von Blut, Speichel und Fremdkörpern in die Lunge. Bietet das höchstmögliche Maß an Sicherheit für die Sicherung der Atemwege. Die gängigste Form (Magilltubus) ist rechts abgebildet. Der Ballon im Bereich der Tubusspitze wird mit Luft gefüllt und dient der Abdichtung zwischen Tubus und Luftröhre.  

Der Tubus wird nach Einleitung der Narkose beim schlafenden Patienten mit Hilfe eines sog. Laryngoskops in die Luftröhre eingeführt. 

 

 


    

Transplantation
Einpflanzung von Zellen, Geweben oder Organen: 
 -autolog: innerhalb des eigenen Körpers (z.B. Weisheitszahn in eine bestehende Zahnlücke)

 -syngenetisch: bei eineiigen Zwillingen
 -allogenetisch: von Mensch zu Mensch (z.B. Hornhauttransplantation)
 -xenogenetisch: vom Tier auf den Menschen
 -alloplastisch: Einpflanzung künstlicher Organe

Venenzugang
Kunststoffkanüle, die vor der Narkose (bei Kindern auch nach Narkoseeinleitung über eine Maske) in eine Ader an Handrücken, Ellenbeuge oder Unterarm gelegt wird. Dient der Zufuhr von Narkosemedikamenten, Infusionslösungen und Schmerzmitteln. Die Kanüle wird belassen, bis sich alle wichtigen Körperfunktionen nach der Narkose stabilisiert haben. Der Schmerz beim Einstich ist ungefähr mit einer Blutentnahme zu vergleichen. Bei sehr empfindlichen Patienten kann dieser Schmerz durch vorherige örtliche Betäubung ausgeschaltet werden.

Vitalfunktionen
Sammelbegriff für die lebensnotwendigen Körperfunktionen Atmung, Herztätigkeit und Blutkreislauf