Auf den folgenden Seiten möchte ich Sie über meine verschiedenen Aufgaben informieren, um Ihnen eine Vorstellung vom Ablauf der anästhesiologischen Betreuung vor, während und nach einer Operation zu vermitteln.  Ziel ist es im folgenden, Unsicherheiten und  Ängste vor einer Narkose durch Information abzubauen. Ich hoffe, damit Ihre Operation bzw. Untersuchung so sicher und angenehm wie möglich für Sie zu machen.

Was heißt Anästhesie und Narkose? "Anaisthesia" kommt aus der griechischen Sprache und bedeutet Unempfindlichkeit (z. B. gegen Schmerz-, Temperatur- und Berührungsreize). Narkose ist ein Zustand der Schmerzfreiheit, in dem Operationen möglich sind. Ist in der Narkose das Bewusstsein ausgeschaltet, spricht man von einer Vollnarkose oder Allgemeinanästhesie. Werden nur bestimmte Bereiche betäubt, handelt es sich um eine Regionalanästhesie.

Der Begriff "Narkose" kommt aus dem Griechischen ("narco-" bedeutet Steifheit, oder Taubheit). Narkose beruht auf vier Säulen, dem Schlaf (Hypnose - Hypnos ist der griechische Gott des Schlafes), der Schmerzfreiheit (Analgesia = griechisch für Schmerzfreiheit), der Relaxierung und der vegetativen Dämpfung (d.h. der Patient hat keinen Stress). An diesen "Schrauben" dreht ein Anästhesist während einer Narkose.

Früher wurden alle diese Effekte durch ein einziges Mittel erzeugt (Äther, Chloroform). Je tiefer die Narkose gemacht werden musste, desto mehr dieses Mittels wurde dem Patienten zugefügt. Dadurch stieg die Wahrscheinlichkeit der unerwünschten Nebenwirkungen.

Heute werden die einzelnen Bestandteile der Narkose durch einzelne Medikamente erzeugt
- Hypnotika (Schlafmittel)
- Analgetika (Schmerzmittel)
- Relaxantien (Blocker der Muskelbewegung)

Narkoseärzte führen die Narkose durch gezielte Verabreichung der einzelnen Komponenten durch. Dies bedeutet, sie drehen heutzutage "gezielter" an den Schrauben als früher).
Werden zur Narkose hauptsächlich gasförmige Medikamente eingesetzt, handelt es sich um eine Inhalationsanästhesie, bei intravenös verabreichten Medikamenten um i.-v.-Narkosen (IVA=intravenöse Anästhesie, TIVA=total intravenöse Anästhesie). Während und nach dem Eingriff sorgt der Anästhesist für die Ausschaltung des Schmerzes und führt die Kontrolle wichtiger Vitalfunktionen wie Atmung und Kreislauf durch.

Sie können  sich auf den folgenden Seiten über die verschiedenen Methoden der Anästhesie informieren. Wenn Sie wegen einer Operation in eine Praxis  kommen, ist es für den reibungslosen Ablauf wünschenswert,  einen Anästhesie-Fragebogen frühzeitig zu lesen und auszufüllen. Vor dem Eingriff werde ich mit Ihnen offene Fragen besprechen. Des weiteren wird aus verschiedenen Betäubungsverfahren eines vorgeschlagen, das sich für die Durchführung der vorgesehenen Operation am besten eignet. Bei dieser Entscheidung hat Ihre Sicherheit neben Aspekten Ihres Komforts höchste Priorität. Je besser Sie informiert sind, desto angenehmer und sicherer wird Ihr Operationstag verlaufen. Die Informationen dieser Seiten sollen Ihnen helfen, sich mit wenigen Verhaltensregeln optimal auf die geplante Anästhesie vorbereiten können.